JMB Buchclub mit dem Roman Die Jakobsbücher von Olga Tokarczuk

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September 2026
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Im Rahmen der Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart

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Seine Anhänger sahen in ihm den Messias, für seine Gegner war er ein Scharlatan, ja Ketzer: Jakob Frank, 1726 im polnischen Korolówka geboren, 1791 in Offenbach am Main gestorben, war eine der schillerndsten Gestalten im Europa des 18. Jahrhunderts. Als Anführer der mystischen Bewegung der Frankisten, war Jakob Frank fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, für die Moderne zu öffnen; zeit seines Lebens setzte er sich für ihre Rechte ein, für Freiheit, Gleichheit, Emanzipation.

Die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk zeichnet in den Jakobsbüchern das Porträt einer kontroversen historischen Figur und das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne. Zugleich aber ist der metaphysische wie lebenspralle Roman ein Buch für unsere Zeit, stellt es doch die Frage danach, wie wir uns die Welt als eine gerechte vorstellen können.

In der Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt beschäftigt sich der Künstler Daniel Laufer mit Eva Frank, der Tochter und Nachfolgerin von Jakob Frank. Sie lebte als Manifestation der Schechina, des weiblichen Messias, mit ihren Anhängern im Isenburger Schloss in Offenbach am Main.