Daniel Libeskind: Modell für den Neubau des Jüdischen Museums Berlin, Foto: Jens Ziehe
Führung auf Deutsch (90 Min.)
Der Architekt Daniel Libeskind schuf mit dem Gebäude des Jüdischen Museums eine einzigartige Architektur, die auch noch Jahrzehnte nach seiner Eröffnung Besucher*innen gleichermaßen fasziniert wie irritiert und verstört. In das Gebäude hat der Architekt die deutsch-jüdische Geschichte eingeschrieben als eine kontinuierliche mit zahlreichen Brüchen und dem Versuch der Auslöschung. Sein nach außen hin verschlossenes Gebäude ohne Eingang in Form eines Zick-Zacks und der geraden Linie, den sogenannten Voids (Leerräume), sowie dem „Holocaustturm“ geben eine Idee davon, wie Räume Geschichte erzählen können.
Die Führung stellt den komplexen Museumsbau im Kontext seiner Entstehungsgeschichte und der Wechselausstellung zum 80igsten Geburtstag Daniel Libeskind „Between the Lines“ vor. Libeskinds Ideen und Gedanken, die letztendlich zum Gebäude in der jetzigen Form führten, werden vorgestellt, sowie verschiedene Räume gemeinsam erlebt: Garten des Exils, Holocaustturm, Voids, Achsenkreuz.