Foto: Nina Wilkens
Führung auf Deutsch (90 Min.)
Die UN-Menschenrechtskommission gründete sich 1946 unter dem Eindruck der gerade erst vergangenen Taten der Nationalsozialisten. Ihr Ziel war es, ein Dokument zu schaffen, auf dessen Grundlage zukünftige Verbrechen gegen die Menschheit verhindert werden könnten. Zwei Jahre später verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Basierend auf dem Grundsatz der Gleichwertigkeit aller Menschen hält sie in 30 Artikeln politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte fest. Viele davon haben heute Eingang in die Verfassungen verschiedener Staaten gefunden.
Welche Verbindungen lassen sich zwischen Menschenrechten und jüdischen Traditionen ziehen?
Die Führung betrachtet die Entstehung einzelner Artikel der Menschenrechtserklärung und beleuchtet an verschiedenen Stationen das Verhältnis der deutsch-jüdischen Geschichte dazu. Freie Referent*innen setzen in ihren Führungen unterschiedliche Schwerpunkte vom Menschenbild in der Tora, zu Religionsfreiheit und dem Diskriminierungsverbot, zum Recht auf Asyl und Bewegungsfreiheit, zu Staatsbürgerschaft und der historischen Entwicklung von Menschenrechten.