Raub und keine Restitution: Das Porträt Walther Silberstein von Lovis Corinth (1923)

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Mai 2025
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Ein Symposium mit musikalischen Beiträgen aus Anlass der Schenkung des Gemäldes und zu Ehren von Leo Hepner

Aus Anlass der Schen­kung des Porträts Walther Silber­stein von Lovis Corinth (1923) und zu Ehren von Leo Hepner, dem Enkel Silber­steins, lädt das Jüdische Museum Berlin (JMB) zu einem Symposium mit musika­lischen Bei­trägen ein. Zwei Panels widmen sich dem Maler Lovis Corinth und seinem jüdisches Netz­werk zwischen Hansa­viertel und Secession sowie der Frage, was wir über den Raub wissen und warum die Resti­tution des Ge­mäldes wiederholt schei­terte.

Walther Silber­stein und Lovis Corinth lebten als Nach­barn und Freunde in der Berliner Klopstock­straße. Corinth porträ­tierte den Herren­ausstatter, der sich mit einem feinen Anzug revan­chierte. Nach Walther Silber­steins Tod blieb das Ge­mälde zu­nächst im Besitz seiner Witwe, Ida Silber­stein, die 1942 nach Riga depor­tiert wurde. Noch vor Kriegs­ende erwarb es der Berliner Sammler Conrad Doebbeke, ver­schleierte diese Tatsache jedoch später. In den 1960er Jahren unter­nahm die Familie Silber­stein einen vergeb­lichen Versuch, das Ge­mälde wieder­zuerlangen. Um die Jahrtausend­wende stand es erneut zum Ver­kauf. Leo Hepner, der Enkel Silber­steins, kaufte das Gemälde schließ­lich zurück. In Er­füllung seines letzten Willens erhält das JMB es als Ge­schenk.

Die musika­lischen Bei­träge von Gary Hoff­mann (Cello), Tabea Zimmer­mann (Bratsche) und Lucas Fels (Cello) stehen in Ver­bindung mit den Lebens­stationen Leo Hepners und sind ein Bei­trag der Hepner Foundation.