Auerbach. Eine jüdisch-deutsche Tragödie

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März 2023
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Foto: Jonas Wresch

Gespräch und Lesung mit Hans-Hermann Klare

Im April 1952 begann vor dem Land­gericht München ein Sensations­prozess. Ange­klagt war Philipp Auer­bach. Er hatte Auschwitz überlebt und stritt wie kein anderer für die Über­lebenden des Holo­causts. Seine Richter, ehemalige Nazis, verur­teilten ihn wegen geringer Ver­gehen. Auerbach nahm sich noch am gleichen Tag das Leben.

Sein Schick­sal steht symbol­haft dafür, dass es die „Stunde Null“ nach dem Krieg so nicht gegeben hat. Dass alte Eliten zu neuen wurden und der Anti­semitismus fortlebte. Hans-Hermann Klares Bio­graphie taucht die Nachkriegs­zeit in neues Licht. Sie lässt eine Welt wieder auf­erstehen, in der Hundert­tausende Displaced Persons in Deutsch­land für ein Leben in Würde kämpfen mussten.

Im Gespräch mit Daniel Wild­mann, Programm­leiter der W. Michael Blumen­thal Aka­demie, stellt der Journalist und Autor Hans-Hermann Klare sein Buch Auerbach. Eine jüdisch-deutsche Tragödie oder Wie der Antisemitismus den Krieg überlebte vor.